Archiv der Kategorie: Menschen

Pfifferdaj in Ribeauvillé 2019

Der Pfifferdaj ist das größte und älteste Fest im Elsass und hat seinen Ursprung im 14. Jahrhundert.
Durch das Fest lässt man die alte Verbindung zwischen den Herren von Ribeaupierre und den von ihnen beschützten Pfeifern, Fiedlern und Dorfmusikanten fortleben.

Das diesjährige Motto des Festumzuges war die Reise des Marco Polo. Mit aufwendig dekorierten Wagen wurden die verschiedenen Stationen seiner Reise in Szene gesetzt.

In fantasievollen Kostümen mit aufwendigen Masken begleiteten hunderte Mitwirkenden die Motivwagen und nahmen die Zuschauer mit auf eine Zeitreise in ein längst vergangenes Jahrhundert.

Christopher Street Day 2019

In New York erhoben sich vor 50 Jahren zum ersten Mal Homosexuelle und andere sexuelle Minderheiten gegen die gewalttätigen Razzien der Polizei.

Tagelange Straßenschlachten mit der New Yorker Polizei waren die Folge. Seither wird in New York am letzten Samstag im Juni mit einem Straßenumzug an den Tag des Aufstandes , Christopher Street Liberation Day, erinnert.
Im Sommer eine Demonstration für die Rechte von Schwulen und Lesben abzuhalten ist eine internationale Tradition geworden.
In Mannheim startete die Parade am 10. August um 14 Uhr mit 45 Wagen und vielen Laufgruppen an Neckartor. An der Wegstrecke fanden sich ca. 120.000 Besucher ein, um für gleiche Rechte, Chancengleichheit und Akzeptanz zu demonstrieren.

Nach ca. 3stündiger Demonstration wurde dann im Schlosshof noch ausgiebig gefeiert. Das Motto des CSD 2019 in Mannheim lautete„Zusammenhalt wirkt. 50 Jahre Stonewall“

Hallia Venezia

Karneval auf Schwäbisch Haller Art ist die ruhige Karnevalsvariante aus Venedig.

Am Sonntag, acht Tage vor Rosenmontag, streifen ab 12 Uhr die Maskenträgerinnen und Maskenträger in ihren wunderschönen, fantasievollen Gewändern und Masken durch die Gassen der Altstadt.

Der venezianische Karneval ist ruhig und erhaben, nicht vergleichbar mit dem Fasching hierzulande.

Im anmutigen Maskenspiel werden Masken und Kostüme belebt, das Wesen der Maske wird dargestellt. Das Sprechen unter der Maske ist verpönt und die Geste wird zur Sprache.

Langsam schreiten die Akteure durch die Gassen, oft wird in einer Geste verharrt und Berührungen sind nur angedeutet.

Mehr als 100 Mitwirkende haben an diesem Sonntag die Altstadt von Schwäbisch Hall verzaubert.

Die Kostüme und Masken sind meist selbst entworfen und in mühevoller Handarbeit selbst hergestellt.

Pfifferdaj in Ribeauvillé

Der Pfifferdaj ist das größte und älteste Fest im Elsass und hat seinen Ursprung im 14. Jahrhundert.

Durch das Fest lässt man die alte Verbindung zwischen den Herren von Ribeaupierre und den von ihnen beschützten Pfeifer, Fiedler und Dorfmusikanten fortleben.

Ein großer Festumzug mit aufwendig geschmückten Wagen und viel buntem Fußvolk, begleitet von Fahnenträgern und Spielmannszügen aus ganz Frankreich und den Nachbarländern, ziehen durch die engen Gassen der romantischen Altstadt.

Zu diesem Anlass fließt aus dem Dorfbrunnen kein Wasser sondern Elsässer Wein, den jeder kosten kann.

Das mittelalterliche Musikanten- und Gauklertum wird an diesem Tag wieder lebendig.

Der Zauber Südindiens

Im November 2016 reiste ich zusammen mit meinem Mann nach Südindien. Ausgangspunkt war Hyderabad, die Hauptstadt des Bundesstaates Andra Pradesh. Von dort aus führte uns die Reise in westlicher Richtung bis nach Goa, dem kleinsten indischen Bundesstaat am Arabischen Meer gelegen.

In den Städten Hyderabad, Gulbarga und Bijapur zeugen noch heute die Festungen, Moscheen, Paläste und Mausoleen vom sagenhaften Reichtum der vom 13. – 16.Jh. herrschenden Sultane.

Weitere Höhepunkte der Reise waren geprägt vom Hinduismus, wie die Kulthöhlen und Tempelanlagen nahe Badami. Sie gelten als die ältesten Sakralbauten Indiens und stammen aus dem 6. und 8.Jh. Überwältigend war die 26qkm große, historische Ruinenstätte und Fantasiewelt von Hampi (UNESCO – Weltkulturerbe) im Bundesstaat Karnataka. Einst eine der größten Städte der damaligen Welt zeugt sie, durch die imposanten Paläste und zahlreichen Tempelbauten zwischen gewaltigen Granitfelsen, von den mächtigen Hindu – Königen im 14. – 16.Jh.

Bei unserem Aufenthalt in Goa konnten wir nicht nur das Küstenparadies mit kilometerlangen, weißen Sandstränden bestaunen, sondern auch christliche Kirchen und Wohnhäuser aus der 400Jahre dauernden Kolonialherrschaft der Portugiesen.

Die ca. 1 200km lange Reise führte uns hauptsächlich durch landschaftlich genutztes Gebiet. So fanden wir auf zahlreichen Märkten ein üppiges Angebot an Gemüse, Früchten und vor allem Gewürzen vor.

Beeindruckend waren nicht nur die Kulturdenkmäler und Landschaften, sondern vor allem auch die Begegnungen mit freundlichen, aufgeschlossenen Menschen.