Schlagwort-Archive: Masken

Schwäbisch-Alemannische Fastnacht

Das Brauchtum zur Fastnacht bezeichnet man im südwest-deutschen Raum als Schwäbisch-Alemannische Fasnet. Charakteristisch hierfür ist die Vermummung der Teilnehmer mit „Larven“ oder auch „Schemen“. So werden die Masken genannt, die meist aus Holz aber auch aus Stoff, Papier oder Ton bestehen.

Das einmal gewählte Kostüm wird für immer beibehalten, oft sogar über Generationen weitergegeben. Im Dezember 2014 wurde die schwäbisch-alemannische Fasnacht mit allen Formen und Bräuchen in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Endlich ging mein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, einmal bei der schwäbisch alemannischen Fasnacht dabei zu sein. Sigi, Claus und eine weitere befreundete Fotografin begleiteten mich.
In Überlingen besuchten wir den Nachtumzug. Ein schier endloses Heer von Hänsele bewegt sich durch die Altstadtgassen, begleitet von zahlreichen Guggenmusikern. Der Hänsele ist ein nobler Narr und juckt (hüpft) vom Franziskanertor hinab auf die Hofstatt, welche vom bengalischen Feuer  dämonisch angeleuchtet ist.

Am Sonntag zog es uns zum Umzug nach Elzach. Der Schuttig trägt einen roten Zottelanzug samt Schuttighut und Holzmaske. In der Hand trägt er meist den Hagenschwanz (Ochsenziemer) mit Saublodere (Schweinsblase) oder eine Streckschere. Angeführt vom schwarzen Teufelschuttig machen die Narren die Straßen unsicher.

Der Narrensprung in Rottweil beginnt mit dem Glockenschlag um 8:00 Uhr. Dann strömen hinter den Reitern, der Stadtkapelle und dem Narrensamen  die Rottweiler Narren durch das Schwarze Tor in die historische Innenstadt. Hu Hu Hu lautet der Ruf von Gschell, Biß, Schandle, Fransenkleid und Federahannes.

Zum Nachmittag zog es uns nach Schramberg zur Da-Bach-na Fahrt. In selbstgebauten, dekorierten Zubern fahren 40 Teams die Schiltach hinab. Unterwegs gibt es einige Schwierigkeiten zu überwinden und nicht selten finden sich die Teilnehmer im Wasser wieder.

Am Dienstag traten wir die Heimfahrt an. Schön war’s.

Elke Hilsberg