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Maginot Linie

Die Maginotlinie im Elsass (Hunspach)
– Erkundung der Festung Schoenenburg

Das „Fort de Schoenenburg“ ist einer der Bunker an der Maginot-Linie, dem französischen Verteidigungssystem entlang der Grenze zu Belgien, Luxemburg, Deutschland und Italien, der sich noch im Originalzustand befindet und besichtigt werden kann.

Geschichte zum Anfassen, Fühlen, Riechen und eben auch zum Fotografieren!

„…seit dem 14. Mai 1940 liegt es im Feuer der deutschen Artillerie. Das schwerste ihrer Geschütze mit einem Kaliber von 42 cm verschießt 56 Granaten, von denen jede über eine Tonne wiegt. Dazu kommen ab dem 20. Juni 1940 Stukas, die in sieben Angriffswellen 160 Tonnen Bomben auf das Werk abwerfen.  Trotz aller Einschläge nimmt die Festung kaum Schaden. Keine der Waffen wird beschädigt und die Verteidiger erwidern das Feuer. Allein die Geschütze in den Türmen verschießen 17.000 Granaten. Bis zum Waffenstillstand bleibt die Abwehr erfolgreich und die Besatzung ergibt sich nicht. Erst sechs Tage später, auf schriftlichen Befehl des französischen Oberkommandos, räumt sie die Festung.“

Tief in die Erde einbetoniert, ist diese Festungsanlage ein Zeichen vergangener Auseinandersetzungen. Eine moderne Anlage zu damaliger Zeit, die heute noch durch ihre Größe beeindruckt.

Zu besichtigen sind unter anderem die Kaserne mit Schlaf- und Waschräumen, die Küche, das Lazarett, das Kraftwerk, der unterirdische Hauptgang mit geheimem Notausgang, der Befehlsstand und der Kampfbunker mit seinem mächtigen Geschützturm.

Beim Rundgang in 30m Tiefe kann man sich sehr gut vorstellen, was die Soldaten erdulden mussten, wenn hier mehr als 600 Menschen monatelang gelebt und um ihr Leben gebangt haben, wie grausam es gewesen sein muss in diesem Krieg gewesen zu sein.

Bei einem mehrstündigen Rundgang durch diese Anlage, mit ihren langen Gängen und den vielen faszinierenden, technischen Details, haben 7 Fotografen des „Fototreffs Rhein-Neckar“ versucht, ihre Eindrücke in Bildern festzuhalten.

Schwäbisch-Alemannische Fastnacht

Das Brauchtum zur Fastnacht bezeichnet man im südwest-deutschen Raum als Schwäbisch-Alemannische Fasnet. Charakteristisch hierfür ist die Vermummung der Teilnehmer mit „Larven“ oder auch „Schemen“. So werden die Masken genannt, die meist aus Holz aber auch aus Stoff, Papier oder Ton bestehen.

Das einmal gewählte Kostüm wird für immer beibehalten, oft sogar über Generationen weitergegeben. Im Dezember 2014 wurde die schwäbisch-alemannische Fasnacht mit allen Formen und Bräuchen in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Endlich ging mein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, einmal bei der schwäbisch alemannischen Fasnacht dabei zu sein. Sigi, Claus und eine weitere befreundete Fotografin begleiteten mich.
In Überlingen besuchten wir den Nachtumzug. Ein schier endloses Heer von Hänsele bewegt sich durch die Altstadtgassen, begleitet von zahlreichen Guggenmusikern. Der Hänsele ist ein nobler Narr und juckt (hüpft) vom Franziskanertor hinab auf die Hofstatt, welche vom bengalischen Feuer  dämonisch angeleuchtet ist.

Am Sonntag zog es uns zum Umzug nach Elzach. Der Schuttig trägt einen roten Zottelanzug samt Schuttighut und Holzmaske. In der Hand trägt er meist den Hagenschwanz (Ochsenziemer) mit Saublodere (Schweinsblase) oder eine Streckschere. Angeführt vom schwarzen Teufelschuttig machen die Narren die Straßen unsicher.

Der Narrensprung in Rottweil beginnt mit dem Glockenschlag um 8:00 Uhr. Dann strömen hinter den Reitern, der Stadtkapelle und dem Narrensamen  die Rottweiler Narren durch das Schwarze Tor in die historische Innenstadt. Hu Hu Hu lautet der Ruf von Gschell, Biß, Schandle, Fransenkleid und Federahannes.

Zum Nachmittag zog es uns nach Schramberg zur Da-Bach-na Fahrt. In selbstgebauten, dekorierten Zubern fahren 40 Teams die Schiltach hinab. Unterwegs gibt es einige Schwierigkeiten zu überwinden und nicht selten finden sich die Teilnehmer im Wasser wieder.

Am Dienstag traten wir die Heimfahrt an. Schön war’s.

Elke Hilsberg

 

Winterlichter 2017

Auch 2017 gab es im Luisenpark Mannheim eine Lichtinstallation „Winterlichter“. Über mehrere Tage tauchten ab Einbruch der Dunkelheit Projektoren, Lampen, Lichtschläuche und LED-Leuchten den Park mit seinen Bäumen und Sträuchern in ein besonderes Licht.

Der ausgeschilderte Weg führte an teils bekannten, aber auch an zahlreichen neuen Lichtinstallationen vorbei. Oftmals wurden die Lichtspiele durch Musik untermalt und begeisterten nicht nur Fotografen, sondern auch die vielen anderen Besucher.

Eine angestrahlte Wand aus feinen Wassertropfen zeigte auch dieses Jahr wieder durch eine Projektion verschiedene „Lichtmenschen“, die regelrecht über dem See tanzten.

Es überrascht immer wieder, wie Licht den Park verändert und lebendig werden lässt.

Zusammengestellt und arrangiert wurden die zahlreichen Lichtattraktionen und Illuminationen von den Künstlern Reinhard Hartleif und Wolfgang Flammersfeld.

Auch dieses Jahr waren einige Fotografen/-innen des Fototreffs losgezogen und haben versucht die Atmosphäre der „Winterlichter“ in Bildern festzuhalten.

Die Auswahl der Bilder haben wir gemeinsam vorgenommen, so dass eine schöne Sammlung entstanden ist. Alle Mitglieder des Fototreffs, die mit Ihrer Kamera im Luisenpark unterwegs waren, sind dadurch vertreten.

Wir haben für die bessere Unterscheidung der Bilder zwei verschiedene Galerien erstellt. Eine Galerie zeigt Bilder, die ohne künstlerischen Hintergrund entstanden sind und in der zweiten Galerie sind ausschließlich Bilder, die Ergebnisse experimenteller Versuche zeigen (zoomen oder schwenken des Objektivs, Bildbearbeitung, Überlagerungen, Spiegelungen etc.).

Galerie 1
Galerie 2

Der Zauber Südindiens

Im November 2016 reiste ich zusammen mit meinem Mann nach Südindien. Ausgangspunkt war Hyderabad, die Hauptstadt des Bundesstaates Andra Pradesh. Von dort aus führte uns die Reise in westlicher Richtung bis nach Goa, dem kleinsten indischen Bundesstaat am Arabischen Meer gelegen.

In den Städten Hyderabad, Gulbarga und Bijapur zeugen noch heute die Festungen, Moscheen, Paläste und Mausoleen vom sagenhaften Reichtum der vom 13. – 16.Jh. herrschenden Sultane.

Weitere Höhepunkte der Reise waren geprägt vom Hinduismus, wie die Kulthöhlen und Tempelanlagen nahe Badami. Sie gelten als die ältesten Sakralbauten Indiens und stammen aus dem 6. und 8.Jh. Überwältigend war die 26qkm große, historische Ruinenstätte und Fantasiewelt von Hampi (UNESCO – Weltkulturerbe) im Bundesstaat Karnataka. Einst eine der größten Städte der damaligen Welt zeugt sie, durch die imposanten Paläste und zahlreichen Tempelbauten zwischen gewaltigen Granitfelsen, von den mächtigen Hindu – Königen im 14. – 16.Jh.

Bei unserem Aufenthalt in Goa konnten wir nicht nur das Küstenparadies mit kilometerlangen, weißen Sandstränden bestaunen, sondern auch christliche Kirchen und Wohnhäuser aus der 400Jahre dauernden Kolonialherrschaft der Portugiesen.

Die ca. 1 200km lange Reise führte uns hauptsächlich durch landschaftlich genutztes Gebiet. So fanden wir auf zahlreichen Märkten ein üppiges Angebot an Gemüse, Früchten und vor allem Gewürzen vor.

Beeindruckend waren nicht nur die Kulturdenkmäler und Landschaften, sondern vor allem auch die Begegnungen mit freundlichen, aufgeschlossenen Menschen.

Kuba Reise

Im Mai 2016 zog ich zusammen mit meinem Freund los, um das noch ursprüngliche Kuba zu erkunden, bevor sich das Land weiter gen Westen öffnet.

Unsere dreiwöchige Rundreise durch den Westteil der Insel begann in Varadero und führte uns über Cienfuegos und Trinidad nach Cayo Coco. Nach 2 Tagen an einem traumhaften Strand reisten wir wieder nach Westen über Matanzas und Havanna ins Viñales-Tal, das uns mit seiner ganz eigenen, wunderschönen Landschaft beeindruckte. In den letzten Tagen unserer Urlaubsreise tauchten wir in das gemächliche Großstadtleben von Havanna ein.